134. Etappe: 05. September 2013

Holzhau – Seiffen
Distanz: 18,5 km; Aufstiege: 534 m; Abstiege: 722 m

Meine heutige Etappe starte ich erst nach Neuplanung der Route um 10:30 Uhr. Es ist endlich wieder schönes Wetter. Die Sonne lacht und ein blauer Himmel mit ein paar weißen Wolken begleitet mich. Zunächst geht es abwärts dicht am Bahngleis entlang bis nach Rechenberg-Bienenmühle.

Ich befinde mich im Wintersportgebiet, vorbei geht es an einer Sesselliftanlage und immer wieder sehe ich Werbung für Wintersportkleidung und –geräte.

In Rechenberg-Bienenmühle wechsel ich vom Wirtschaftsweg auf die Kreisstraße. Es ist unterwegs nichts los und so kann ich ziemlich entspannt am Straßenrand entlang laufen. Immer wieder habe ich einen herrlichen Blick in die Ferne. Nur schade das über den Hügeln und den Bergen in der Ferne ein leichter Dunstschleier liegt. Aber irgendwie sieht auch das sehr interessant aus. Wie mehrere Schichten hintereinander schieben sich die Berge und Hügel mit ihren Silhouetten ins Bild.

Die Straßenvariante hat es in sich. Zunächst heißt es ordentlich bergauf Wandern bis auf eine Höhe von über 700 Metern. Das eben Erklommene dann wieder zu verlassen und bis knapp über 500 Metern hinab nach Neuhausen laufen. Dort verlasse ich die Staatsstraße und biege in eine schmale Straße ein. Und zu allem Übel beginnt nun auf nur zwei Kilometern wieder eine heftige Steigung. Bereits auf der kleinen Straße komme ich nur schnaufend hinauf. Eine Frau, ihr Rad abwärts schiebend, begegnet mir. Sie nutzt das Rad nur zum Transport von Dingen. Das Auf und Ab ist ihr zu steil. Lachend erzählt sie mir, dass ich mir die steilste Variante nach Seiffen ausgesucht habe. Noch ist Zeit und ich könnte umkehren, doch zurücklaufen kommt bei mir nicht infrage. Und so wandere ich weiterhin aufwärts strebend mit einigen Verschnaufpausen in Richtung Gipfel des höchsten Berges bei Seiffen mit über 720 Metern. Dicht am Gipfel vorbei endet dann der Anstieg und nur wenig höher sehe ich das große Gebäude und eine Antenne. Beide hatte ich schon vor längerer Zeit unterwegs als markanten Punkt auf einem Berg am Horizont gesehen. Nun geht es langsam wieder abwärts nach Seiffen.

Schon mit Erreichen des Ortsrandes sehe ich überall Geschäfte und Werkstätten für Kinderspielzeuge und Weihnachtsschmuck. Seiffen ist schlechthin das Spielzeugdorf im Erzgebirge. Leider bin ich zu spät und alle Werkstätten haben bereits geschlossen. Ich hätte gerne dort einmal reingeschaut. Da ich heute in einer Frühstückspension übernachte, kehre ich zuvor in der Nähe in einen kleinen Biergarten ein. Bereits im Biergarten komme ich mit Personen aus der gleichen Pension ins Gespräch. Schließlich begebe ich mich zur nahe gelegenen Pension. Dort erhalte ich ein schönes und großes Zimmer.  

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