136. Etappe: 07. September 2013

Rübenau – Jöhstadt
Distanz: 24,9 km; Aufstiege: 614 m; Abstiege: 465 m

Bin irgendwie froh den Gasthof zu verlassen. Habe mich hier nicht wohlgefühlt. Schon beim Frühstücken hatte ich den Eindruck, man ist froh, wenn ich endlich fertig bin und das Haus verlasse.

Eine Zeit lang laufe ich noch durch den lang gezogenen Ort und alles ist wie ausgestorben. Dabei geht es kontinuierlich bergan und nach einiger Zeit im Wald erreiche ich einen Parkplatz. Dort macht sich gerade eine Wandergruppe bereit. Einer der Wanderer spricht mich an und möchte, dass ich die Gruppe fotografiere. Und so machen wir auch ein Foto von mir mit der Wandergruppe. Eine kurze Zeit plaudern wir noch, dann starten wir und unsere Wege trennen sich.

Entlang der Straße sehe ich plötzlich eine Holzwerkstatt mit Verkaufsraum und davor zwei Frauen. Ich spreche beide an, ob ich einmal in den Verkaufsraum und in die Werkstatt schauen kann. Natürlich darf ich und zu meiner Überraschung wird gerade nicht Weihnachtsschmuck hergestellt, sondern es werden Ostereier bemalt. Die Vitrinen stehen voller kleiner Kunstwerke. Ich darf alles fotografieren und auch auf meinem Blog einstellen. Schnell sind wir bei meiner Wanderschaft und die Frau gibt mir für unterwegs noch eine Flasche Mineralwasser mit.

Lange Zeit laufe ich an einer wenig befahrenen Staatsstraße entlang, durchquere dabei ein weitläufiges Tal, mittendrin schlängelt sich ein kleiner Bach. Danach geht es wieder aufwärts zum Hirtstein (890 m über NN). Von hier oben hat man einen herrlichen Blick in die Landschaft. Bei dem Basaltfächer „Palmwedel“ mache ich eine Pause und bin schnell mit zwei Männern im Gespräch. Sie haben hier in der Nähe ein renaturalisiertes Hochmoor besichtigt.

Nach dem Abstieg, eine längere Zeit am Wald entlang und durch einen Wald, erreiche ich die Kleinstadt Jöhstadt. Doch bevor ich die Pension am Markt erreiche, muss ich mich nochmals kräftig ins Zeug legen. Auf etwas über einem Kilometer sind 120 Höhenmeter zu bewältigen. Der Schweiß fließt wieder einmal in Strömen, als ich die Pension erreiche. Dort genehmige ich mir zunächst einen großen Radler, dann erst geht es ins Zimmer.

Die Pension wird von einem holländischen Ehepaar seit 6 Jahren geführt und als Gäste sind auch Holländer bereits anwesend. Hier ist wohl eine holländische Hochburg im abgelegenen Erzgebirge. Auf dem Marktplatz stehen zwei holländische Fahrzeuge und auch am nächsten Tag begegne ich mehrere holländische Fahrzeuge.  

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