14. Etappe: 13. April 2013

Frechen – Golzheim

Um 8:15 Uhr verlasse ich die Wohnung und fahre mit der Straßenbahn nach Frechen Bahnhof. Hier bin ich hinter den Autobahnen A4 und A1, die mir das ungehinderte Gehen zu meinem heutigen Ziel sonst versperren würden.

Angekommen in Frechen beginnt für mich zunächst die Orientierungsphase. Wo muss ich hin, um auf meine heutige Etappe zu kommen. Mein Navi zeigt mir den Weg zur B264 und ich folge gehorsam. An der Bundesstraße angekommen, stelle ich fest, der Mittelstreifen ist durch eine hohe Absperrung unüberwindbar für mich. Ich muss aber rüber, um auf der anderen Seite in Richtung meiner heutigen Route zu laufen. Geht nicht, also zurück. Nun geht es erst mal lange durch Frechen. Von der angekündigten Sonne sehe ich nichts, ein kühler Wind bläst mir noch entgegen und über mir sind wieder dicke Regenwolken. Ich entschließe mich, vorsorglich den Poncho über den Rücksack zu ziehen. Wenn es anfangen sollte zu regnen, bin ich schnell kompletthinein geschlüpft.

Nach Frechen laufe ich zunächst auf einem, von der Fahrbahn geschützten Radweg. Dann zeigt mir das Navi einen Waldweg. Froh der Straße entronnen zu sein, folge ich diesem Waldweg. Der jedoch wird zunehmend schwieriger zum Laufen. Riesige Wasserpfützen und aufgewühlter Boden muss ich umgehen. Nach einiger Zeit müsste der Weg jetzt links abbiegen, doch dort gibt es keinen Weg! Die topografische Karte ist an dieser Stelle falsch. Ich folge dem bisherigen Weg, stelle aber fest, dass ich zu weit vom Kurs abkomme. Und auch eine tiefer gelegene Bahntrasse würde mir das Weitergehen versperren. Also wieder zurück zur Straße.

An der Bundesstraße gibt es glücklicherweise einen Radweg. Über längere Zeit folge ich der B264 und komme schließlich an einem Kreisel an. Hier endet der Radweg und ich folge meinem Navi auf einer kleinen Straße und weiter auf einem Feldweg. Dieser führt mich entlang an einem Bach und unterquert schließlich die Bundesstraße. Danach ist es nur noch ein schmaler Trampelpfad, auf der anderen Bachseite verläuft ein asphaltierter Radweg. Nach einem Kilometer geht es links ab in den Wald und später überquere ich die A61 und bin in Kerpen. Im übernächsten Ort Bergerhausen laufe ich an einem Wasserschloss vorbei und nach Blatzheim wird es unangenehm. Nun geht es fast vier Kilometer schnurgerade bis nach Golzheim. Hier finde ich meine heutige, nicht vorher reservierte Unterkunft.

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