38. Etappe: 08. Mai 2013

Bad Bentheim – Emsbüren 26,1 km

Endlich schaffe ich es wieder einmal, früher zu starten. Ich laufe durch das Zentrum von Bad Bentheim, um wieder auf meine vorgeplante Route Richtung Emsbüren zu kommen. Im Zentrum führt mich der Weg unterhalb eines mächtigen Burgturms vorbei. Schon kurze Zeit später bin ich wieder auf meiner Route. Mit Verlassen von Bad Bentheim befinde ich mich auf einer langen geraden Landstraße, von über zwei Kilometer Länge.

Die Stadt Schüttorf am Ende der Geraden ist eine alte Textilstadt. Hier entstanden mit Beginn der Industrialisierung Webereien, Färbereien und Wollspinnereien. In einem Supermarkt kaufe ich verschiedene Dinge ein und mache in der dortigen Bäckerei meine Kaffeepause.

Es dauert längere Zeit, bis ich die Stadt bei einem Erholungsgebiet mit See wieder verlasse. Auf einem endlos langen Wirtschaftsweg, von über drei Kilometer Länge und nach Überquerung der Autobahn befinde ich mich wieder mitten in der Natur. Vorbei geht es an Äcker, Getreidefelder, Buschlandschaften und Wald. Hier durchwandere ich erstmals wieder einen Fichtenwald. So schön die Landschaft auch ist, die endlosen Geraden sind zermürbend. Ich mache öfters im Gras eine Pause.

Nach der Geraden muss ich ich einen kurzen Bogen laufen und sollte dann eine Landstraße erreichen. Leider stimmt mal wieder meine topografische Karte nicht. Ich lande auf einem Bauernhof ohne weiteren Durchgang. Also wieder zurück und aus dem kurzen Bogen wird ein langer Bogen, bevor ich die Straße erreiche.

Dies Straße entpuppt sich wieder als eine endlos lange Gerade. Schon die zweite Autobahnüberquerung in Sichtweite mache ich bei der ersten Bank in einer kleinen Hütte eine Pause. Nun beginnt wieder die Unterkunftssuche. Die auf dem Navi angezeigte Unterkunft gibt es schon seit sieben Jahren nicht mehr. Ich bekomme aber die Rufnummer des Touristenbüros. Die Frau der Touristeninfo ist ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Sie sucht mir eine günstige Privatunterkunft im Zentrum und teilt mir die Kontaktdaten dann per Mail mit.

Weiter geht es auf der langen Geraden und bei Bergen auf der ersten Bank schaue ich nach dem Mail. Die Datenverbindung ist ausgesprochen schlecht und so rufe ich erneut bei der Touristeninfo an. Die freundliche Dame ist wieder am Telefon. Sie hat eine günstige Privatunterkunft gefunden, jedoch nicht im Zentrum. Beim Abgleich meiner jetzigen Position stellt sie fest, dass ich auf das Haus ihrer Schwester schauen müsste und dahinter ihre Wohnung ist. Sie gibt mir auch noch den Hinweis, wo ich unbedingt von der Straße abbiegen muss.

Die Info mit dem Abbiegen war goldrichtig, damit verlasse ich die viel befahrene Landstraße und biege auf eine kleine kaum befahrene Straße nach Emsbüren ab. Mit Erreichen von Emsbüren bin ich nun in Niedersachsen.

Da ich im Zentrum noch etwas essen möchte, entschließe ich mich bei der freundlichen Dame der Touristeninfo persönlich zu bedanken. In der Vergangenheit hatte ich mehrmals Personen am Telefon, die ziemlich kurz angebunden waren. Sie ist überrascht, als ich das Büro betrete. Ich bedanke mich bei ihr und wir unterhalten uns noch kurz. Dann suche ich mir einen Imbiss für mein heutiges Abendessen.

Weiter geht es zur Unterkunft. Noch bevor ich mein Ziel erreiche, beginnt es zu regnen. Der schon für Mittag vorhergesagte Regenschauer ist jetzt nur ein leichter Regen und endet, bevor er richtig beginnt. Bei meiner Vermieterin bekomme bekomme ich ein großes Zimmer mit Etagenbad und WC.

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