163. Etappe: 08. Oktober 2013

Egglfingen – Ering  16,7 km

Kaum habe ich den Gasthof verlassen, stelle ich fest, meine heutige GPS-Etappe habe ich nicht auf mein GPS-Gerät übertragen. Nochmals zurück will ich nicht und so laufe ich weiter und hoffe auf eine Bank. Dies ist ein Umweg, das weiß ich, doch diesen Weg kenne ich von gestern Abend bis zum Inn. Die Bank lässt nicht lange auf sich warten und so kann ich die GPS-Daten überspielen.

Bei der Innbrücke angekommen, folge ich der Inntalradweg-Beschilderung und bin auch nach einem Kilometer wieder auf dem Damm am Inn. Mir begegnen einige Radfahrer. Wie ich erfahre, kommen die Meisten aus Bad Füssing und machen hier ihre Radtour. Doch mit fortschreitender Dauer begegne ich nur noch wenige Radfahrer. Die gegenüberliegende Uferseite ist in leichtem Nebel gehüllt. Doch die Sonne kommt vereinzelt zwischen den Wolken hindurch und es verspricht ein guter Wandertag zu werden.

Im Randbereich des Inn tauchen immer öfters größere Streifen Schilf auf und so erlebe ich wieder eine schnatternde Entenschar. Bei einer Informationstafel lese ich, dass hier eine Vielzahl verschiedener Wasservögel zu Hause ist bzw. hier auf ihrem Flug nach Süden Rast machen.

Auf meinem Weg, etwas weiter vom Inn entfernt, begegnen mir immer mehr die eindeutigen Zeichen des Herbstes. Die Blätter der Büsche und Bäume erstrahlen nun öfters im leuchtenden Gelb, aber auch im Rot. Der Inn bleibt trotz einiger Entfernung mit seinem türkisfarbenen Wasser immer wieder durch das Buschwerk erkennbar. Trotz ewig langem geraden Dammverlauf bietet der Inn nun genügend Reize zum Ablenken. Auch gibt es immer wieder Bänke zum Verweilen und so vergeht die Zeit wie im Fluge.

Dann endet der Damm und der Weg wird durch ein kleines Dorf geleitet. Hier treffe ich auf eine ältere Bauersfrau. Sie fragt mich neugierig nach meinem Weg und ist voller Bewunderung. Schließlich bittet sie mich, einen Moment zu warten. Dieses Warten lohnt sich, denn sie kommt mit zwei noch warmen Zwetschgennudeln zurück. Eine leckere Zwischenmahlzeit. Ich nutzte die Gelegenheit, um nach einer Unterkunft zu fragen, und erhalte einen Namen in Ering.

Unterwegs versuche ich die Telefonnummer dazu herauszubekommen. Mehrfach habe ich wieder kein Mobilfunknetz. Doch dann klappt es. Nur es gibt einige gleichen Namens und so rufe ich einfach bei einer Nummer an. Ich habe Glück und erfahre den fehlenden Vornamen und auch die passende Rufnummer. Leider ist dort alles belegt, doch ich erhalte eine weitere Nummer für eine Privatunterkunft. Hier kann ich schließlich meine heutige Übernachtung buchen. Obwohl ich den Kirchturm von Ering schon lange sehe, dauert es doch noch eine Stunde, bis ich schließlich den Ort erreiche. Im Ort gibt es eine gute Beschilderung zu den Unterkünften und so finde ich meine heutige Bleibe problemlos. Es ist ein kleines gemütliches Zimmer im Dachgeschoss. Dusche und WC sind in der Etage darunter.  

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