203. Etappe: 19. November 2013

Hügelsheim – Beinheim (Frankreich)  10,8 km

Es war eine sehr gute Nacht, ohne Probleme bin ich entspannt und ausgeschlafen erwacht. Mein Wecker hatte keine Zeit mich aus dem Schlaf zu holen. Noch in der Nacht zuvor hatte ich Kopfschmerzen und konnte kaum schlafen. Ich genieße das üppige Frühstück und werde heute die kurze Etappe in den Elsass beschwingt angehen.

Hügelsheim habe ich schnell verlassen und bin bei leichtem Nebel in Richtung Hochwasserdamm unterwegs. Komme an Pferdekoppeln und an einem Gehege mit Rehen vorbei. Dann überquere ich den Rheinniederungskanal, ein unscheinbares Gewässer.

Schließlich erreiche ich den Damm und laufe auf ihm für kurze Zeit bis zur Rheinbrücke mit der Bundesstraße B500. Zunächst gibt es einen abgesetzten schmalen Betonrandstreifen, es folgt ein etwas breiterer Randstreifen nur durch Markierung von der Fahrbahn getrennt und der wird schließlich wieder zu einem recht schmalen Streifen. Der entgegenkommende Verkehr fährt hier recht langsam. Dabei überquere ich den Rheinkanal, einen See und komme dann an einem Kraftwerk vorbei. Als Erstes sehe ich das Hinweisschild, das in etwas einem Kilometer die Straße zu einer Schnellstraße wird, also für Fußgänger und Radfahrer gesperrt ist. Dann erreiche ich den Rhein und nun versperrt mir ein Fußgängerverbotsschild den Weg. Das kann nicht sein! Für mich als Wanderer mal eben umdrehen und die nächste in einigen Kilometern entfernte Brücke nehmen, ist mit einem riesigen Umweg verbunden und nicht denkbar für mich. Ich beachte das Schild nicht und gehe weiter. Nur die Polizei kann mich jetzt noch stoppen.

Auf der anderen Straßenseite sehe ich eine Abfahrt, doch mein Navi signalisiert mir, dass hier ist noch nicht die richtige Abfahrt! Und richtig, ich muss noch einen Kanal überqueren und dann erst kann ich runter von dieser Bundesstraße bzw. Nationalstraße. Die Überquerung dauerte etwa einen Kilometer. Dann wechsele ich die Fahrbahn und überklettere die Leitplanke. Nun bin ich auf einer kleinen Straße in Richtung des Ortes Beinheim unterwegs.

Bei einer Kontrolle meines Navis hält ein Autofahrer an und erkundigt sich nach meinem Ziel. Ich bin richtig unterwegs, und wenn ich gewollt hätte, er hätte mich sogar mitgenommen. Weiter geht es auf der wenig befahrenen Straße. Dabei komme ich an einem See vorbei und unterquere eine Brücke, dann habe ich Beinheim erreicht. Kurze Zeit durchlaufe ich den Ort und erreiche das Zentrum und schon von Weitem sehe ich das rot gestrichene Gebäude, meine heutige Unterkunft.

Die Zimmerwirtin führt mich über einen Hof zu einem Nebengebäude. Im ersten Stock befindet sich mein Zimmer. Alles ist neu umgebaut und erst seit einem Monat gibt es bei diesem Restaurant ein Chambres D’Hotes. Mein Zimmer ist sehr modern gestaltet. Mir gefällt es gut. Da ich noch Kaffeedurst habe und es in unmittelbarer Nähe eine Boulangerie und Pâtisserie gibt, stelle ich meinen Rucksack ab und begebe mich dorthin. 

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